Wer in Deutschland lebt, kennt mit Sicherheit Hagebutten. Sie wachsen oft an Wegesrändern, eben überall dort, wo Rosensträuche wuchern (Hagebutten sind die Früchte der Rose). Allerdings sieht man selten, dass Leute die Früchte pflücken, um sie zu Marmelade zu verarbeiten. Letztes Jahr ist tatsächlich ein älterer Herr bei uns stehen geblieben und hat sich gefreut, dass es noch junge Menschen gibt, die das beherrschen. Tatsächlich hat mir meine Oma gezeigt, wie man Hagebuttenmarmelade macht, und jetzt möchte ich dieses Wissen hier mit euch teilen.

Damit habe ich schon erklärt, wie man anfängt: Man geht nach draußen, um Hagebutten von den Rosenbüschen zu ernten, möglichst ohne sich dabei an den Dornen zu kratzen (ich habe das dieses Jahr leider nicht geschafft). Wenn man eine ausreichende Menge beisammen hat, z.B. eine große Salatschüssel voll, kann man sich erst einmal ausruhen: Denn als nächstes sollte man die Hagebutten 1-2 Tage stehen lassen, damit sie weicher werden. Man kann diesen Schritt auch überspringen, allerdings vereinfacht er die weitere Verarbeitung merklich.
Jetzt muss man nämlich all die kleinen schwarzen Spitzen von den Hagebutten abschneiden. Am besten schaut man nebenbei eine Serie, denn das ist eine recht langweilige Aufgabe...

Nun der letzte Schritt: Das Hagebuttenmark wird noch einmal in dem Topf zum Kochen gebracht. Dann rührt man Zucker ein, ungefähr (volumenmäßig) halb so viel wie man Marmelade im Topf hat. Wenn der Zucker und die Marmelade gekocht haben, kann man sie in saubere Schraubgläser abfüllen und diese verschließen.

Fertig ist die Hagebutten-Marmelade! Ich gebe zu, vielleicht nicht die einfachste aller Marmeladen in der Herstellung... aber meiner Meinung nach eine der besten, die es gibt!

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