Letztens habe ich einen Schokoladenkuchen für die Arbeit gebacken und weil einer meiner Kollegen gluten intolerant ist musste es nicht nur vegan sondern auch glutenfree sein. Für einen richtig guten Schokoladenkuchen sind das keine einfachen Bedingungen, zu leicht backt man eine dichte Masse und kein fluffiger Schokokuchen wie von Oma. Durch Zufall hab ich es geschafft beim aller ersten Versuch einen richtig guten zu backen mit viel Fluff und viel Schokoladengeschmack. Viele meiner Kollegen haben mich nach dem Rezept gefragt und -natürlich- hatte ich nur alles in eine Schüssel geschmissen und gebacken ohne irgendetwas abzumessen...

Zutaten ø28cm Springform
400g Mehl
270g Zucker
80g Kakaopulver
550ml Hafermilch
250ml Sonnenblumenöl
4g Bicarbonat
2 Esslöffel Apfelessig
25g Salz
1 Esslöffel Vanillezucker
ein wenig gehackte Schokolade (100g)

kurzer Einschub hier:
das Rezept basiert entfernt
auf einem altem finnischem Rezept.
Meine Freundin Sonja ist eine Vollzeit Veganerin
und hat mir das Rezept letztes Jahr gezeigt.
Eigentlich heißt es
Kladdkaka oder mudcake;
ein sehr klassischer Kuchen,
den du oft in Schweden finden wirst.

Deshalb startete ich meinen letzten Sonntag mit backen, diesmal mit Waage unter der Schüssel um alles mitschreiben zu können. Ich habe das Rezept viel gedreht von seinem Ursprung und war auch nicht so genau mit dem schwedischem Messbecher-System, wir werden denke ich nie Freunde.
Ich hab den Mehlmix von Lailas benutzt (Maismehl, gluten-free und lactosefrei). Ich erwähne es hier nur weil meine Erfarhungen mit glutenfreiem Backen sehr gering - nicht vorhanden - sind und das Mehl mehr aussah wie Stärke als Mehl, dass ich normalerweise benutze; Ich bin nicht sicher ob das immer so ist, werde es aber sicherlich in Zukunft ausprobieren. Um auf jeden Fall das gleiche Ergebnis zu bekommen wie ich hier aber auf jeden Fall das was ich benutzt habe.
Wie immer kümmere ich mich nicht großartig um die Reihenfolge der Zutaten und schmeiße alles zusammen in eine Schüssel. Zuerst die trockenen Zutaten, dann Milch und Öl oberdrauf, dann der Apfelessig und schnell umgerührt mit dem Handmixgerät. Es sollte in etwas so aussehen wie auf dem dritten Foto: nicht zu flüssig aber es sollte sich in die Springform gießen lassen. Als letztes füge ich noch ein wenig gehackte Schokolade hinzu.

Backzeiten sind diesmal etwas komplizierter, ich habe angefangen den Kuchen bei 190°C Umluft zu backen, nach 15 Minuten habe ich die Hitze runtergedreht auf 150°C und von Umluft zu Ober-/Unterhitze geswitched, dann weitere 40 Minuten weiter backen.
Ein leichter Weg zu testen ob der Kuchen schon fertig ist, ist ihn ein bisschen zu rütteln im Ofen. Wenn er sich wie Wackelpudding verhält braucht er noch ein paar Minuten. Beim Messertest ist es in Ordnung wenn noch ein wenig Schokoladenteig am Messer kleben bleibe, eine weiche Mitte macht den Kuchen umso besser.
Unschwer erkennbar auf den Fotos, mein sonntagliches frühmorgendliche Kuchenbacken ist zu einem sehr netten, tollen Sonntag-Kaffeeklatsch geworden. Ich hab den Kuchen mit Oatly Vanilla Cream serviert, schnell aufgeschlagen ist es sehr ähnlich zu Sahne und passt hervorragend.

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