Ich habe immer gedacht, Brot backen ist eine Frage des Gefühls. So wie bei Omas Hefekuchen: Irgendwann hat man den Dreh raus und es gelingt einfach immer - oder zumindest meistens. Leider war meinen Erfolgsquote beim Brotbacken bei dieser Herangehensweise eher bei 50%, oder sogar niedriger... bis mir gute Freunde ein Buch geschenkt haben: Es heißt ganz einfach "Brot". Und seitdem gelingen meine Brote immer!

Wir haben den Verlag angeschrieben, und gefragt ob wir eines unserer Lieblingsrezepte aus dem Buch hier auf unserem Blog veröffentlichen dürfen und haben die Erlaubnis erhalten. Deshalb präsentieren wir euch heute: Das schnelle Vielkornbrot! Von Bernd Armbrust. Gebacken von Resi und Roxi.

benötigt wird ...

Für die Einlage:
200 mL Wasser
50 g kernige Haferflocken
50 g Leinsamen
50 g Sonnenblumenkerne
50 g Kürbiskerne
Für den Teig:
1/2 Würfel Hefe
300 mL Wasser
350 g Weizenmehl (Type 550)
250 g Roggenmehl (Type 1150)
25 g Salz (ca. 2 EL)
75 g flüssiger Natursauerteig
Außerdem:
50 g Sesamsamen zum Wälzen

So wird's gemacht:

Das Brot ist wirklich einfach und schnell gemacht. Die Mengenangabe reicht für zwei kleine Brotlaibe. Ich mag die vielen Körner darin, und durch die Hefe und den Sauerteig wird es sehr fluffig. Damit die Körner dem Teig nicht sämtliches Wasser entziehen, werden sie zuerst eingeweicht. Das nennt sich dann das "Quellstück". Deswegen sollte man schon ein paar Stunden bevor man backen will, damit anfangen, diese Körner-Einlage vorzubereiten.

  • Für die Einlage das Wasser (200 ml) aufkochen und die Haferflocken, Leinsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne damit überbrühen. In einer abgedeckten Schüssel 2-3 Stunden quellen lassen. Die Leinsamen sorgen für eine klebrige Konsistenz, die eine Art Körner-Klumpen formt.
  • Für den Teig die Hefe in einer Schüssel mit dem lauwarmen Wasser auflösen. Erst die gequollenen Körner, dann Weizen- und Roggenmehl, Salz und den Sauerteig zugeben. Wenn ihr gerade keinen selbst angesetzten Sauerteig habt, könnt ihr auch welchen aus dem Beutel nehmen. Alles gut miteinander vermengen und den Teig anschließend mit den Händen oder der Küchenmaschine einige Minuten durchkneten.
  • Den fertigen Teig nun abgedeckt 20 Minuten gehen lassen, zwischendurch ein paar Mal die äußeren Ränder nach innen schlagen (das heißt rund wirken und führt zu einer "wolligen" Struktur). Man sollte sehen, dass sich das Volumen vergrößert.
  • Den gegangenen Teig nun in zwei Teile teilen und diese mit einem kleinen bisschen Wasser bestreichen. Die Brotlaibe kann man im Gärkörbchen oder einer Schüssel platzieren, die in etwa die Größe des Teigstücks hat. Unten in das Körbchen bzw. die Schüssel kommt zuerst etwas Mehl, damit der Teig nicht anklebt und dann Sesamkörner, die sich an die Oberfläche des Brotlaibs heften. Das Brot nochmals 25 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Nach 10 Minuten kann man die Laibe mit einem scharfen Messer längs einschneiden
  • Inzwischen den Backofen auf 240°C vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert) und dabei ein Backblech mit etwas Wasser miterhitzen. Der Wasserdampf wird zum Schwaden des Brotes verwendet und sorgt für eine knusprige Kruste. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Blech herausnehmen - vorsicht, brennt euch nicht. Die Brote in den heißen Ofen, in die Mitte, schieben und 35 bis 40 Minuten backen.

Et voilà! Die Brote sind fertig und schmecken hoffentlich wunderbar. Auf meinem Foto sieht das Brot leider nicht genauso wunderschön aus wie im Backbuch, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich den ungeschälten Sesam verwendet habe, der von Natur aus eine etwas bräunliche Farbe hat. Im Rezept stehen noch die folgenden Tipps:

  1. Diesem Brot kann man eine fruchtige Süße verleihen, indem man zusammen mit der Hefe 100 g Apfelkraut in dem Wasser auflöst (das habe ich aber noch nie ausprobiert)
  2. Statt Sesam kann man für die Kruste auch Leinsamen oder Sonnenblumenkerne verwenden.
  3. Wenn man die Laibe vor dem Backen einritzt, um ihnen die typische Brotform zu geben, sollte man darauf achten, nicht zu tief zu schneiden. Da der Teig noch weiter aufgeht, würde sonst der Schnitt zu breit.

 

Viel Spaß beim Nachbacken! Lasst uns wissen, ob es klappt 😉 Und wenn ihr interessiert an weiteren Brot-Rezepten seid, findet ihr das Buch hier.

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