Ich liebe indisches Essen: der Geruch, der Geschmack und die Farben. Herrlich! Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich während meines Erasmusaustauschs meine indischen Kochkünste erweitern konnte mit diesem tollen Rezept. Gelernt habe ich es von einem Freund, der aus Nordindien kommt. Seitdem gehört dieses Rezept zu meinen Favoriten und wird immer gemacht, wenn ich ein wenig schlechte Laune habe oder meine Eltern zu Hause besuche, die lieben dieses Gericht auch. Meine Oma freut sich immer am meisten und behauptet jedes Mal, sie habe das noch nie gegessen und es wäre ja so lecker. Einen Versuch ist es also wert. Einziger Wermutstropfen, es ist nicth vegan, Paneer ist Käse.

Den Käse kaufe ich immer direkt im indischen Supermarkt, dort gibt es den meistens tiefgefroren. Sprich bevor man anfängt zu kochen muss man den Käse aus der Truhe holen. Ebenso den getrockneten Boxhornklee, bzw Kasuri Methi habe ich aus einem indischen Supermarkt. Letztens war ich sehr erstaunt und habe Paneer im herkömmlichen Supermarkt gefunden und gleich ausprobiert, schmeckte allerdings eher wie Halloumi, also rate ich davon eher ab.

Zum Paneer mache ich am liebsten Naan oder Reis dazu. Paratha schmeckt auch sehr lecker dazu, da muss ich allerdings noch an der Herstellung feilen. Natürlich kann man das Brot auch kaufen. Naan ist allerdings wirklich leicht selbst zu machen, Paratha ist schon schwieriger. Kaufen will ich letzteres trotzdem nicht, es kommt in großen Pakete, aber immer mit einer Plastikfolie zwischen jedem Fladen. So viel Müll - leider.

Im Bild seht ihr alle Gewürze, die Kümmelsamen sehen manchmal anders aus, meine sind sehr klein und die Nelken fehlen - ich hatte keine daheim aber so Lust auf das Gericht.

benötigt wird ...

1 Block Paneer
250ml Sahne
250ml passierte Tomaten
1-2cm Ingwer
2 mittlere Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1Tl Salz
1/2Tl Chili
3 Nelke
2 Lorbeerblätter
1Tl Garam Masala
1/2Tl Kasuri Methi (Boxhornklee)
1/2 Tl Kümmelsamen
1/2Tl Kurkuma
1/2Tl Zimt

Die Zwiebel wird ganz normal klein gehackt, ob fein oder grob ist nach eurer Vorliebe zu tun. Mit dem Ingwer sieht das schon anders aus, schneidet den in Stifte. So ist der Ingwer am Ende besser schmeckbar, da die Stücke doch so groß sind, das man ab und an eins mti den Zähnen erwischt und draufbeißt. Richtig guter Wechsel des dominierendes Gewürz im Mund.

Wenn ihr damit fertig seid, holt eine tiefe Pfanne und dünstet die Zwiebeln 3-5 Minuten in Öl an, bis sie glasig sind, aber noch nicht braun. Dann gebt ihr alle restlichen Gewürze hinzu und schmorrt alles schön durch. Ungefähr 5 Minuten auf nicht zu hoher Hitze, eventuell fügt noch einmal etwas Öl hinzu. Es ist wichtig die Gewürze mit anzubraten, so kommt das ganze Aroma raus und wird viel intensiver. Hier müsst ihr nur aufpassen, dass die Gewürze nicht anbrennen. Dann ist das Gericht schon so gut wie versaut und vor allem angebranntes Chilipulver brennt in der Nase!

Während dieser Zeit könnt ihr schauen, ob euer Paneer schon aufgetaut ist und sich schneiden lässt. Wenn dies der Fall ist, schneidet den Block vorsichtig in 1cm dicke Streifen. Nehmt ein großes Messer und versucht den Käse nicht klein zu brechen. Wenn das noch nicht funktioniert, lasst den Käse noch liegen oder legt ihn in ein warmes Wasserbad, falls ihr eine Mikrowelle habt, taut ihn damit etwas auf.

 

Sobald die Gewürze angebraten sind löscht ihr mit den passierten Tomaten ab. Dann lasst das ganze circa 7 weitere Minuten köcheln. Dann fügt ihr die Sahne hinzu und rührt sie einmal unter. Anschließend die Paneerstreifen vorsichtig hinzugeben und umrühren. Zum Schluss das Ganze solange köcheln lassen, bis sich das Öl am Rand ablöst und kleine Ölbläschen auftauchen. Zudem verändert sich die Farbe mit der Zeit. Das Gericht wird richtig orange.

Richtet euch das ganze hübsch an, wärmt das Brot auf und legt eszum dippen daneben und yumyum leckeres Abendessen!

Und hoffenlticht habt ihr auch - so wie ich diesmal -  etwas übrig, um es mit auf die Arbeit zu nehmen und am nächsten Tag noch einmal genießen zu können.

Neidisch-gierige Blicke der Arbeitskollegen inklusive!

Diesmal mit Reis, der irgendwo unter der leckeren Soße verborgen ist.

Das Gericht ist eigentlich sehr einfach zuzubereiten, man hat viel Zeit sich zwischendurch m Brot, Reis oder andere Dinge zu kümmern und muss nur immer mal wieder rnach der Pfanne schauen.

 

 

Und ja das Glas mit Rosmarin ist nur Deko ...

2 thoughts on “Paneer

  1. Antworten
    Resi - 17. Februar 2019

    Es sieht so lecker aus! Ich will das auch kochen 🙂
    wo gibt es das in Leipzig zu kaufen?

    1. Antworten
      Roxi - 27. Februar 2019

      Im asiatischen Supermarkt in der großen Fleischergasse oder in der Ritterstraße. Das sind die zwei asiatischen Supermärkte, die ich immer frequentiert habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to top