Ich hab schon meine erste "Geschäftsreise" innerhalb von Schweden hinter mir: Abisko. Ein Paradies zum Wandern und zum Stille genießen. Der beste Weg dahin mit dem Nachtzug von Stockholm. 17 Stunden Zugfahrt durchs wunderschöne Schweden. Ich hatte ein Bett im 6-ser Abteil gebucht und unglaublich interessante Menschen kennen gelernt.

Für viele klingen 17 Stunden im Zug vermutlich sehr abschreckend. Aber das ist es ganz und gar nicht. Zumindest meistens. Nach Abisko startet man abends um 18 Uhr und hat somit gar nicht so viel Zeit totzuschlagen, bald werden die Betten gemacht und dann schläft man einfach so lange wie möglich und kommt entspannt und ausgeruht kurz vor Mittag an.

So sieht ein Liggvägen Abteil aus. Es gibt auch noch eine Klasse höher, da schläft man nur zu dritt, bzw. kann sich eine ganze Kabine alleine buchen. Ich hab erstmal die günstigste Schlafmöglichkeit genommen.
Erst sitzt man auf dem untersten Bett und wenn es Schlafenszeit ist kann man die roten Kissen abknöpfen und die Lehne hochklappen und befestigen. Das oberste Bett bleibt die ganze Zeit aufgebaut und ist meiner Meinung nach auch das Beste. Man bekommt kein Licht mit und höhrt auch nicht wie andere an einem vorbeiklettern.
Die Leiter findet man unter einer der Bänke und auf den obersten Betten liegen ein Kissen und -bezug, eine dünne Baumwolldecke und zwei Bettlaken bereit.
Also alles was man so braucht, für eine gute Mütze Schlaf.

Ich hab auf jeden Fall auf den Hinweg wunderbar geschlafen. Vielleicht lag es auch an der ausschweifenden Unterhaltung vorher mit einer Sami Linguistin, einer Frisörin und einer Studentin. Drei fantastische Frauen mit wunderschönen Lebensgeschichten. Ich hab auf jeden Fall eine Menge über die Sami in Schweden gelernt und ihre Neuentdeckung der eigenen Kultur. Jetzt will ich auch mein eigenes Messer machen und die alten Traditionen über Naturgutverwertung lernen.
Die einzige Frage, die am Ende noch im Raum stand war eine an mich selbst:

Was kann ich persönlich gegen den Klimawandel tun?

Über diese Frage habe ich schon öfter nachgedacht und ich glaube ich würde sie ein wenig umformulieren:

Was kann ich persönlich für das Klima und unsere Natur tun?

Das klingt irgendwie positiver und schaffbarer, denn bei der ersten Frage würde ich wahrheitsgemäß antworten, dass große Entscheidungen von Politik, Firmen und Gruppen getroffen werden müssen. Aber natürlich gibt es trotzdem immer etwas was man für sich selbst auf kleiner Skala tun kann. Denn auch wenn es nicht im großen Stil hilft sollte man sich bewusst werden, wie viel Energie in viele Dinge fließt und wie viel davon eigentlich eher unnötig ist.

Also von mir eine klare Empfehlung den Nachtzug zu nehmen. Man hat viel Zeit und kann sich diese wunderbar einteilen. Absiko selbst habe ich leider immer nur mit einer Gruppe an Menschen erkundet und nicht wirklich alleine. Aber es scheint das Paradies zu sein eine Wandertour zu starten und kleinere Einblicke in die schwedische Kultur kriegt man auch, wenn man ganz genau hinschaut.

Leicht zu erkennen, hier links, dass sich im Zug immer ein Plätzchen für deinen Rucksack findet und du bei weitem nicht die einzige Person bist die Outdoor-Aktivitäten mag. Und keine Bange wenn du vergessen hast etwas einzukaufen, in der Touristenstation in Abisko kannst du letzte Dinge kaufen. Nachos und Tortilla Chips scheinen für Schweden immer dazuzugehören. Auch Kosmetika findest du im Laden. Und häufig vergessen oder auch einfach leer: Gewürze!

Da beschränkt sich die Auswahl aber dann doch auf die drei wichtigste: Pfeffer, Salz und Zimt.

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