#RettetdieBienen sieht man ab und an immer mal in den sozialen Netzwerk, vor einem Jahr sehr viel häufiger. Der gesamte Sommer 2019 schien sich darum zu drehen, dass man Bienen und Insekten im Allgemeinem schützen muss. Die guten Nachrichten aus Bayern, dass erst das Volksbegehren "Artenvielfalt" zur Abstimmung kam und nun im Gesetz verankert ist waren gute Neuigkeiten. Aber immer noch weiter gibt es Neuigkeiten, dass Bienen und Hummeln nicht mehr so weit fliegen können für ihre Futtersuche. Es gibt unterschiedliche Ansätze dem entgegen zu wirken, mehr Wildblumenwiesen pflanzen, Insektenhotels bauen/kaufen und Insekten in Not helfen mit Zuckersirup. Ich habe letzten Sommer schon Bienenhotels gebaut während einer Aktionswoche an der Universität Stockholm und wollte es immer nochmal machen, weil es so einfach und unkompliziert war und wirklich jeder es nach machen kann ohne jegliches handwerklicher Talent.

Alles was man dazu braucht sehr ihr im Bild: Bambus, Säge oder gute Gartenschere, ein wenig Schnur und etwas Spitzes, wie einen Nagel oder einen kleinen Schraubendreher. Die Schritte sind denkbar einfach:
1. Bambus zerkleinern in circa 15cm lange Stücke
2. Beide Enden mit dem spitzen Gegenstand "anbohren". Somit entsteht eine kleine Höhle, in die sich die Biene retten kann.
3. Die Bambusstöcke mit der Schnur zusammenknoten. Nein, es gibt kein System, knote einfach munter drauf los!
4. Am Platz deiner Wahl aufhängen. Möglichst nicht in der Nähe von Parkbänken sondern etwas versteckter, zum einen damit Leute mit Bienenangst oder Allergie auf Bienenstiche nicht unnötig in die Nähe kommen und zum anderen damit nicht irgendwelche Dahergelaufenen dein schönes Hotel entfernen.

Es war ein nettes kleines Projekt, während der Quarantänezeit. Der Bambus war eigentlich zum abstützen meiner Tomatenpflanzen gedacht aber für die spanne ich jetzt einfach Fäden. Ich weiß auch, dass diese Bienenhotels nicht so hübsch udn aufwendig sind, wie manche die man im Baumarkt kaufen kann, aber ich finde genau darin liegt der Charme. Sie sind sehr günstigund schnell in der Herstellung und fallen in der  Natur nicht großartig auf, alles Pluspunkte für mich. So kann man nicht nur eins Bauen und in den Garten hängen sondern mehrere und sie ein wenig in der Nachbarschaft verteilen.


Manchmal macht man dabei auch neue Bekanntschaften.

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