Ich wurde jetzt schon mehrfach angesprochen von Freunden doch bitte mein Wissen hier weiter zu teilen. Der Grund warum ich das noch nicht gemacht habe ist, weil ich seit ich in Stockholm wohne keinen Ofen habe. Und über Brot und Backen zu schreiben ohne es machen zu können macht mich traurig. Außerdem wollte ich auch coole neue Bilder hochladen, die natürlich so jetzt nicht existieren ...

Also hier eine Ansammlung an Tipps bzw. Dingen, die ich als wichtig empfinde um die Chance auf eine gutes Brot zu erhöhen.

1. Nimm dir Zeit.

Dein Brot braucht Zeit wenn du es zusammen gemixt hast zum Aufgehen! Vor allem wenn du ohne Hefe backst braucht das einfach und je länger du deinem Brot gibst in einer schönen warmen Umgebung, desto besser ist das Endergbenis. Wenn der Raum recht kühl ist, plan mehr Zeit ein. Du musst ja nicht die ganze Zeit daneben sitzen, aber oft lohnt es sich das Brot morgens anzusetzen und erst am Nachmittag zu backen.

2. Gärkörbchen

Ein Gärkörbchen könnt ihr hier auf dem Bild sehen. Es hilft dem Brot nach oben zu wachsen. Es gehört nicht zur Grundausstattung, deshalb lauf nicht gleich los und kauf eins. Probier es erstmal ohne. Also es ist ein sehr gutes Hilfsmittel, damit du einen schönen Brotlaib bekommst. Wenn du kein Körbchen hast, leg dein Brot einfach auf dein Blech und stülp eine große Schale drüber. So wächst auch dein Brot nach oben, da die Seiten abgegrenzt sind von der Schüssel. Wenn du das nicht tust passiert es oft, durch die Teigkonsistenz, dass du ein Fladenbrot bekommst und keinen Laib. Achte bei der Schüsel-Methode auch darauf die Schüssel nicht zu früh vor dem Backen vom Brot zu entfernen, weil dein Brot sehr wahrscheinlich kollabieren wird und auseinander läuft. Was ich gerne gemacht habe ist kurz vor dem Backen das Brot leicht mit Wasser einstreichen oben drauf und ein paar Körner drüber streuen. Falls du ein Gärkörbchen besitzt, bestäub es gut mit Mehl und verteil die Körner, wie Sesam einfach im Körbchen.

3. Ofeneinstellungen und Schwaden

Ich bin normalerweise ein großer Fan von Umluft, aber bei Brot nimm Ober-/Unterhitze. Bei Umluft wird einfach zu viel Wasser auf dem Brot gesogen und es wird sehr trocken und krümelig. Was ich mache ist den Ofen mit Umluft aufheizen, da das ein bisschen schneller geht und ich mir sicher bin, dass die Hitze gut verteilt ist. Sobald meine Backtemperatur erreicht ist stelle ich um auf Ober-/Unterhitze und stelle ein Backblech mit Wasser gefüllt auf die unterste Schiene. Die Temperatur wird leicht absinken, warte einfach bis sie wieder heiz genug ist, dann schieb das Brot in den Ofen. Anschließend stelle ich einen Wecker auf 10-15 Minuten. In dieser Zeit bleibt das Backblech mit Wasser im Ofen. Das führt dazu, dass Wasser vom Blech verdunstet und sich auf den Brotlaib legt, dann durch die Hitze wird die äußere Schale vom Brot gebacken und es bildet sich eine schöne gute Kruste. Nach der Zeit nehme ich das Backblech raus - Vorsicht Verbrennungsgefahr - und drehe die  Temperatur ein wenig runter. Dieser Prozess nennt sich Schwaden. Durch die gebildete Kruste bleibt die restliche Feuchtigkeit im Brot und es wird langsam durch gebacken ohne  Feuchtigkeit zu verlieren, somit wird es nicht trocken.

Ich hab es auch einmal nur mit einer Schale Wasser während des gesamten Backprozess versucht aber das brachte bei mir weder ein überzeigenedes Ergebnis bei der Kruste noch beim Innenleben des Brotes. Also hier ein wenig mehr Arbeit investieren ist es wirklich wert am Ende!

 

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