Vegane Bolognese? Ich habe wirklich einige Zeit gebraucht, bis ich akzeptiert habe, dass man mit Soja gutes Essen zubereiten kann. Mehr noch: Essen, das der Fleisch-Version geschmacklich in nichts nachsteht. Diese Bolognese-Sauce ist für mich eines dieser Gerichte, bei denen es eindeutig funktioniert.  Es hat einige Versuche gebraucht, bis ich ein gutes Rezept für die vegane Bolognese-Sauce entwickelt hatte. Es ist aber gar nicht schwer, seht selbst.

Für meine vegane Bolognese verwende ich Soja-Granulat als "Fleischersatz". Es gibt einige Alternativen dazu, z.B. Grünkernschrot oder Linsen, wenn man Soja vermeiden möchte. Ich verwende das Granulat, weil es in getrockneter Form kommt und somit Wasser aufsaugt. Das heißt, dass ich es nach meinen Wünschen würzen kann, indem ich die Gewürze und Saucen einfach dazugebe und dann alles mit heißem Wasser übergieße. Dieses Mal habe ich mich für Sojasauce, Oregano, Gemüsebrühe und einen Klecks selbst gemachter Chili-Marmelade entschieden.
Ich vermische das Sojagranulat mit den Gewürzen in einer Schüssel und gieße dann so viel heißes Wasser aus dem Wasserkocher darüber, bis das Sojageschnetzelte mit Wasser bedeckt ist. Dann lasse ich diese Mischung für eine Stunde durchziehen.
Anschließend brate ich das Sojageschnetzelte mit einer in Würfel geschnittenen Zwiebel scharf an. Die in sehr kleine Stückchen geschnittene Karotte gebe ich auch schon mit dazu. Wenn die Zwiebel glasig ist, lösche ich mit einem Schuss Rotwein ab und füge gleich im Anschluss die Passata hinzu. Die Flasche, in der die passierten Tomaten waren, spüle ich mit etwas warmen Wasser aus und gebe auch dieses mit in den Topf. Außerdem kommen ca. zwei EL Olivenöl, sowie Salz und Oregano nach Belieben hinzu. Diese Mischung lasse ich dann für etwa eine Stunde bei sehr geringer Hitze auf dem Herd köcheln.

benötigt wird ...

100 g Sojageschnetzeltes
je 1 EL Chilimarmelade, Sojasauce, Oregano, Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1~Schuss Rotwein
1 Knoblauchzehe
600 mL Passierte Tomaten
nach~Bedarf Salz, Zucker, Olivenöl

Die Sauce sollte nun so aussehen wie in dem rechten oberen Bild. Wenn zu wenig Flüssigkeit vorhanden ist (z.B. weil die Hitze zu hoch war und viel Wasser verdampft ist), kann man nochmals etwas Wasser und Olivenöl hinzugeben. Am Ende schmecke ich die Sauce noch einmal mit Salz, Zucker und Kräutern ab.

Laut einer Freundin, die mich zum Essen besucht hat, kommt die Sauce sehr nahe an das Original mit Fleisch heran. Natürlich wird sie immer etwas anders schmecken, aber lecker ist sie auf jeden Fall.

Viel Spaß beim Nachkochen!

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